Unsere Tagesförderstätte | Zwei Standorte - Eine Seele

 

In unserer Tagesförderstätte bieten wir Menschen mit Schwer- und Mehrfachbehinderungen an zwei Standorten die Möglichkeit, sinnerfüllte und wertschöpfende Tätigkeiten auszuüben.

Als multiprofessionelles Mitarbeiterteam begleiten und fördern wir unsere Beschäftigten in ihren  individuellen Fähigkeiten durch unsere therapeutisch-pädagogische Haltung und Kompetenz. Wir unterstützen sie darin, ihre körperlichen und geistigen Stärken zu erhalten und weiterzuentwickeln.

Mit den folgenden Punkten möchten wir einen kleinen Einblick in unsere Tagesförderstätte vermitteln:

Neue Erfahrungen sollen Neugier und Mut wecken, um in der eigenen Persönlichkeit zu reifen und das Selbstwertgefühl zu stärken. Durch das Zusammentreffen in einer geschützten Umgebung mit vertrauten Menschen ist die Förderung der Sozial- und Alltagskompetenzen ein gutes Lernfeld für die Beschäftigten. Die Lebensqualität steigt durch abwechslungsreiche Erlebnisse im Alltag. Das gesundheitliche und psychische Wohlbefinden wird gestärkt und kann wachsen. Die stabile Gemeinschaft fördert die Gruppen- und Kontaktfähigkeit.  Durch achtsam begleitete Gespräche und erklärende Gesten können Konflikte angemessen geklärt und gegenseitiges Verständnis entfaltet werden.

So hat es der Religionswissenschaftler Martin Buber, wie wir finden, treffend beschrieben. Eine wertschätzende, respektvolle und fürsorgliche Haltung ist uns im Kontakt miteinander sehr wichtig. Jeder Mensch trägt Potentiale zur Entwicklung, zum Wachsen und zur Selbstverwirklichung in sich. Jeder Mensch hat eine unverwechselbare Persönlichkeit, die es zu würdigen gilt und jeder soll in seinem persönlichen Rahmen Ruhe, Zeit und die Möglichkeit zu individueller Entfaltung erleben. Ich habe von Beginn an die besonders zugewandte und gegenseitig unterstützende, rücksichtvolle Atmosphäre wahrgenommen und geschätzt. In dieser Stimmung ist das Reifen jeder Persönlichkeit durch ein hohes Maß an Vertrauen, Sicherheit und Zuwendung möglich.

Wir lachen täglich viel miteinander, leben und arbeiten in einer liebevollen und unterstützenden Gruppendynamik. Die Beschäftigten sind uns mit ihrer unmittelbaren, offenen und hilfsbereiten Art sehr ans Herz gewachsen und vertraut geworden. Die kleinen Gruppen ermöglichen es uns als Team, den Arbeitstag flexibel zu gestalten, Bedürfnisse zu erkennen sowie die Menschen individuell zu begleiten und zu stärken. Hierbei reflektieren wir immer wieder die auftretenden Herausforderungen miteinander und ergänzen uns durch unsere Unterschiedlichkeit. Das Arbeiten in diesem Team ist für uns sehr wertvoll. Eine hohe fachliche Qualität und das Herz am richtigen Fleck, lassen uns gemeinsam auf einem anspruchsvollen Weg wandeln.

Es ist uns wichtig, mit den Beschäftigten auch im Austausch über ihre Freizeiterlebnisse zu sein, die Persönlichkeiten als vielfältige, aktive Individuen wahrzunehmen und einen aktiven Austausch gleichermaßen mit dem familiären Umfeld sowie mit Wohneinrichtungen und deren Bezugsbetreuern zu pflegen. 

Wesentlich bei der Gestaltung der Arbeitswoche in der Tagesförderstätte sind klare Strukturen, erklärende Arbeitsschritte und wiederkehrende Rituale, ebenso wie die Chance, im eigenen Tempo und mit individueller Unterstützung an die Arbeitsprozesse herangeführt zu werden. Das Gefühl und das Erleben, ein wichtiger Bestandteil des Großen und Ganzen zu sein, ist ein zentraler Aspekt in unserem Konzept.

Der zentrale Standort in Rahlstedt ermöglicht den engen Kontakt zu den anderen Gruppen der Werkstatt für Menschen mit Behinderung sowie den sozialen und kulturellen Austausch, kurz die Teilhabe am Leben. Alltagskompetenzen können beim Einkauf ebenso wie beispielsweise beim Besuch der Bücherhalle oder anderen öffentlichen Einrichtung geübt werden. Das Selbstvertrauen wächst mit den bewältigten Aufgaben.

Wir gehen in den nahegelegenen Wald um die Natur zu erleben, erledigen umfangreiche Einkäufe und machen Botengänge. Wir arbeiten intensiv und sehr gerne mit anderen therapeutischen Disziplinen wie Logopädie, Ergotherapie, Physiotherapie sowie medizinischen Pflegediensten zusammen. Finden die Angebote in unseren Räumen statt, ist ein enger Austausch hilfreich, um Erfahrungen bzw. Beobachtungen miteinander zu besprechen.

Aufgrund der Hygienemaßnahmen in Bezug auf Corona können einige Abläufe und Arbeitsstrukturen momentan nicht umgesetzt werden.

Seit September 2014 bin ich in der Tagesförderstätte Gabriel e.V. in Hamburg beschäftigt. Im Frühjahr 2015 habe ich nach einer Einarbeitungszeit die Leitung beider Standorte der Tagesfördertstätte übernommen. Ich bin gelernte Heilerzieherin, Dipl. Sozialpädagogin und systemische Paar- und Familientherapeutin.

Ein Arbeits- und Lebensbereich, der mir viel Freude bereitet, den ich als einen sehr wertvollen Arbeitsplatz empfinde. Es ist schön zu sehen, wie sich jeder Beschäftigte in seiner Persönlichkeit weiterentwickelt.

Die Veränderungen sind ein Abbild einer stetigen Weiterentwicklung, an der jeder Mensch auf seine Weise teilnimmt. Wir haben im Team viele Ideen, durch die sich in dem Wunsch nach Vertiefung der pädagogischen Arbeit stetig neue und spannende Prozesse entwickeln. Darauf bin ich weiterhin und immer wieder aufs neue gespannt und schaue mit Zuversicht und großer Motivation in die Zukunft.

Unsere beiden Tagesförderstätten bilden gemeinsam eine teilstationäre Einrichtung im Rahmen der Eingliederungshilfe nach §§ 53 und 54 Sozialgesetzbuch XII.

  • Das Team – Derzeit arbeiten 24 Beschäftigte mit unserem 10-köpfigen Betreuungsteam
  • Der Arbeitsweg – Unser Fahrdienst holt Euch zuhause oder in den Wohngruppen ab und bringt Euch natürlich auch wieder zurück
  • Die Arbeitszeiten – Von Montag bis Donnerstag arbeiten wir gemeinsam im Zeitraum 8:00-15:00 Uhr, freitags beginnt Euer Wochenende bereits um 14:00 Uhr.